Gute Entscheidungen brauchen gute Gesellschaft

Wer die Stiftung Bürgermut schon länger kennt, weiß sicherlich, wer Uwe Amrhein ist: Gemeinsam mit Elmar Pieroth hat er die Stiftung aus der Taufe gehoben, zunächst als Gründungsgeschäftsführer aufgebaut und ihr mit der Weltbeweger-Plattform 2008 eine Idee gegeben, die neu war: Wissenstransfer als Infrastruktur für die Verbreitung von zivilgesellschaftlichen Innovationen.

Mehr als 15 Jahre lang hat Uwe Amrhein im Anschluss die Stiftung als ehrenamtlicher Vorstand begleitet, beraten und immer wieder mit angepackt, wenn es schwierig oder strategisch wichtig wurde. Früh hat er dabei Themen gesetzt, die später common sense wurden: Wirkungsorientierung oder Projekttransfer.

Ende 2025 hat Uwe Amrhein sein Amt als ehrenamtlicher Vorstand der Stiftung Bürgermut niedergelegt. Glück für die Stiftung: Dies ist kein Abschied von Bürgermut. Inzwischen wurde er ins Kuratorium der Stiftung gewählt. Er steht ihr also nach wie vor mit Rat und Tat zur Seite – mit weniger formaler Verantwortung, aber sicher nicht mit weniger Ideen.

Das ganze Team der Stiftung bedankt sich bei Uwe für seinen außerordentlichen Einsatz über all die Jahre. Wir freuen uns auf die nächste gemeinsame Etappe. 

Auf einer Veranstaltung sitzt ein Mann im Publikum und lacht.
Kollegiale Beratung für Geschäftsführungen und Vorstände im Non-Profit-Sektor

Ihr führt eine gemeinnützige Organisation und tragt Verantwortung für Menschen, Projekte und Finanzen. Oft trefft ihr Entscheidungen allein, und offen über Zweifel sprechen könnt ihr nur selten. Das wollen wir ändern. Die Stiftung Bürgermut und Social Up laden euch in eine Intervisionsgruppe ein. In einer festen kleinen Runde beratet ihr euch gegenseitig zu dem, was euch im Führungsalltag gerade beschäftigt. Das geschieht vertraulich, auf Augenhöhe und mit einer Methode, die wirklich weiterhilft.

Was ihr mitbringen könnt

In der kollegialen Beratung geht es um eure echten Fragen, nicht um Theorie. Zum Beispiel:

  • Wie gehe ich mit einem Konflikt im Team um?
  • Wie gelingt die Zusammenarbeit zwischen Geschäftsführung und Vorstand?
  • Was hilft mir bei einer Entscheidung, die ich schon lange vor mir herschiebe?
  • Wie bringe ich einen stockenden Veränderungsprozess wieder in Gang?
  • Wo liegen meine Verantwortung und wo meine Grenzen?
  • Wie gehe ich mit Druck durch Förderbedingungen oder mit Anfeindungen um?
So funktioniert kollegiale Beratung

Intervision ist kollegiale Beratung unter Gleichgestellten. Es gibt keine externe Expertin, die euch sagt, was richtig ist. Stattdessen nutzt ihr das Wissen und die Erfahrung der Gruppe, und ein klarer Ablauf sorgt dafür, dass daraus echte Lösungen entstehen:

  1. Fall einbringen: Eine Person schildert eine konkrete Situation aus ihrem Führungsalltag und formuliert ihre Frage dazu.
  2. Nachfragen: Die anderen hören zu und stellen Fragen, um die Situation besser zu verstehen.
  3. Perspektiven sammeln: Die Gruppe teilt Eindrücke, Hypothesen und Ideen. Die fallgebende Person hört zunächst nur zu.
  4. Eigenen Weg finden: Wer den Fall eingebracht hat, entscheidet selbst, welche Anregungen passen und welchen nächsten Schritt sie oder er gehen möchte.

Die Moderation übernehmt ihr selbst und wechselt euch dabei von Treffen zu Treffen ab.

Was ihr davon habt
  • Abstand gewinnen: Ihr schaut mit frischem Blick auf Situationen, in denen ihr festgefahren seid.
  • Blinde Flecken entdecken: Die Fragen der anderen öffnen Perspektiven, auf die ihr allein nicht gekommen wärt.
  • Klarer entscheiden: Ihr geht mit konkreten Handlungsideen aus jeder Sitzung.
  • Voneinander lernen: Auch wenn ihr gerade keinen eigenen Fall einbringt, profitiert ihr von den Erfahrungen der anderen.
  • Nicht allein sein: Ihr habt eine verlässliche Runde, die eure Herausforderungen kennt und euch unterstützt.
Ein fester Rahmen für euren Austausch

Damit die kollegiale Beratung im vollen Arbeitsalltag ihren Platz behält, arbeiten wir mit Blindspotr, einem von Social Up entwickelten Format. Zum Start: Social Up stellt die Gruppen zusammen und führt euch beim digitalen Auftakt in die Methoden der kollegialen Beratung ein. Ihr bekommt ein Methodenpaket mit, das euch durch die weiteren Treffen trägt. Danach: Ihr arbeitet eigenständig als Gruppe weiter und vereinbart eure Termine untereinander. Wenn Fragen auftauchen oder es mal hakt, bleibt Social Up für euch ansprechbar. Vertraulichkeit: Jede Gruppe legt zu Beginn verbindliche Regeln fest. Was besprochen wird, bleibt in der Gruppe. Sensible Situationen könnt ihr auch anonymisiert einbringen.

Auf einen Blick
  • Für wen: Geschäftsführungen und Vorstände von Non-Profit-Organisationen
  • Digitaler Auftakt: 21. Januar 2027, 9:30–12:30 Uhr (bitte haltet euch den Termin frei)
  • Danach: regelmäßige Treffen in eurer festen Gruppe, selbst organisiert
  • Teilnahmebeitrag: 240 Euro für ein Jahr
  • Anmeldeschluss: 20. November 2026
  • Rückmeldung: bis Anfang Dezember
Seid ihr dabei?

Vorerfahrung mit kollegialer Beratung braucht ihr nicht. Wichtig ist, dass ihr eigene Erfahrungen teilen wollt, anderen aufmerksam zuhört und euch verbindlich auf die Gruppe einlasst.

Meldet euer Interesse bis zum 20. November 2026 an. Wir freuen uns auf euch!

Jetzt Interesse anmelden!

Zwei Männer und zwei Frauen befinden sich an einem Tisch im Gespräch. Text: Mit der Methode Intervision: Kollegiale Beratung für Führungskräfte. Interesse bekunden bis zum 20.11.26.
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